beeindruckt
Über (Hör)Bücher und Schlaf(mangel)
Bei Büchern ist es bei mir etwas anders als früher: Ich lese sie kaum noch, sondern höre Hörbücher. In meiner Arbeit lese ich ohnehin schon sehr viel, vor allem wissenschaftliche Texte, und ich möchte meine Augen nicht zu sehr belasten. Außerdem habe ich wenig Zeit. Jeden Tag fahre ich etwa eine halbe Stunde mit dem Fahrrad zur Uni, und dabei höre ich Hörbücher.
Vor Kurzem hat mich ein Buch besonders beeindruckt. Ich lese gern populärwissenschaftliche Bücher, vor allem über Gesellschaft, Geschichte, Politik und Volkswirtschaft – also alles rund um Menschen. Ich führe auch eine Liste, in der ich notiere, was ich gelesen oder gehört habe.
Das Buch heißt „Warum wir schlafen“ von Dr. Matthew Walker und wurde 2017 veröffentlicht. Ich habe es vor einigen Monaten in der Audible-App gekauft, wollte es aber zuerst nicht hören, weil ich vermutet habe, dass ich danach meinen Alltag ändern müsste. Und diese Befürchtung hat sich bestätigt.
Der Autor erklärt mit wissenschaftlichen Argumenten, warum man etwa acht Stunden pro Nacht schlafen sollte. Schlaf wirkt fast wie ein „Wundermittel“ und hat positive Effekte auf viele körperliche und geistige Prozesse.
Das Buch basiert auf Tierversuchen und Studien mit Menschen und zeigt, dass viele Fähigkeiten von Schlafdauer und Schlafqualität abhängen. Schlafmangel kann zu schlechterem Gedächtnis, Gewichtszunahme, schlechter Stimmung und sogar zu ernsthaften Krankheiten führen.
Ich fand das Buch sehr beeindruckend und habe mit Freunden und Kollegen darüber gesprochen. Eine meiner Kolleginnen hat mir auch Kritik geschickt. Es stellte sich heraus, dass das Buch teilweise umstritten ist, weil einige Daten übertrieben sein könnten. Trotzdem finde ich die Hauptidee überzeugend.
Besonders interessant fand ich die Beispiele aus dem Alltag, zum Beispiel Schulanfangszeiten oder Schichtarbeit im Gesundheitsbereich. Schlafmangel kann nicht nur die Leistung, sondern auch die Sicherheit beeinflussen.
Ich selbst habe angefangen, meinen Schlaf mit einer Smartwatch zu messen. Im letzten Monat habe ich durchschnittlich etwa sechs Stunden pro Nacht geschlafen. Das ist wahrscheinlich zu wenig.
Deshalb versuche ich jetzt, mehr zu schlafen. Ich habe mir vorgenommen, mindestens siebeneinhalb Stunden pro Nacht zu schlafen, und mache langsam Fortschritte.